NEUES VON AUDI
20.10.2020

Audi e-tron GT concept

Im Herbst 2018 präsentierte Audi auf der Automobilausstellung in Los Angeles eine neue Audi Ikone. Mit dem elektrisch angetriebenen Audi e-tron GT concept gab ein viertüriges Coupé sein Debüt als Showcar, das auf die nächste vollelektrische Erweiterung der e-tron-Familie hindeutet. Das Serienmodell wird im ersten Quartal 2021 vorgestellt. .
e-tron aus dem Windkanal

Design und Karosserie im Windkanal entwickelt

Ein klassischer Gran Turismo ist flach, breit und hat einen langen Radstand. Dies spiegelt sich auch im Audi e-tron GT concept wider, das 4,96 Meter lang, 1,96 Meter breit und 1,38 Meter hoch ist. Die Materialkombination in der Karosserie sorgt für ein geringes Gewicht mit einem Carbon-Dach, einer Reihe von Aluminiumkomponenten und Stützelementen aus hochfestem Stahl.

 Die weit nach hinten gezogene, flach abfallende Dachlinie des e-tron GT concept nimmt Anleihen beim markentypischen Sportback-Layout. Dies wird jedoch klar in die Zukunft fortentwickelt und weist den Weg in die nächste Evolutionsstufe der Audi Formensprache. Der Fahrgastraum verjüngt sich nach hinten und hebt sich damit von den heutigen Audi-Modellen ab. Der flache Boden sowie die muskulösen Radkästen und Schulterlinien betonen den niedrigen Schwerpunkt und die dynamische DNA des Audi e-tronGT-concept.

Die weiten Linien sowie die zahlreichen funktionalen Elemente der Karosserie wie die Luftauslässe der Radhäuser und der massige Heckdiffusor betonen ihren Ursprung im Windkanal. Ein niedriger und damit den Verbrauch senkender cW-Wert sowie der niedrige Auftrieb prägen sichtbar die Formgestaltung.

 Der Schwellerbereich zwischen den Radhäusern ist weit nach außen gezogen und klar gegenüber der Kabine abgesetzt. Er weist auf den Unterbodenbereich hin, wo sich die Batterie und damit das Energiezentrum des Audi e-tron GT concept befindet. Auch die Gestaltung der Räder mit jeweils fünf Doppelspeichen folgt sichtbar der Funktion. Ihr dynamisches Design ermöglicht die optimale Belüftung der Bremsscheiben und reduziert zugleich den Luftwiderstand. Bereift im Format 285/30, setzen die 22 Zoll großen Räder auch klare Akzente in der Seitenansicht.

Performance fürs Auge

Die Pfeilung der Frontpartie betont auch die Matrix LED-Scheinwerfer mit Laser-Fernlicht und unterstreicht die dynamische Präsenz des Audi e-tron GT concept selbst im Stand. Das Licht animiert und begrüßt den Fahrer mit einer kurzen Funktionssequenz, der horizontal sich ausbreitenden Lichtwelle: eine neue visuelle Signatur, die künftig ihren Weg in die Serie finden soll.

Über die gesamte Breite des Hecks verläuft ein Leuchtenband, das sich an den Außenkanten, in den eigentlichen Leuchteinheiten, in einzelne keilförmige LED-Segmente auflöst. Diese Architektur verbindet den e-tron GT mit dem Serien-SUV e-tron und macht beide auch im Dunkeln als E-Automobile von Audi kenntlich.

Nachhaltige Moderne: das Interieur

Vier Türen und ein Radstand von 2,90 Metern - der Fahrgastraum des Audi e-tron GT concept verfügt über eine Reihe nützlicher Funktionen und nicht zuletzt über einen klaren Qualitätscharakter. Alle Bedienelemente sind dem Fahrer zugewandt. Die Mittelkonsole, der große Touchscreen und die Linie von den Türen und der Instrumententafel rahmen den Fahrersitz ein, und somit sind die Bedienelemente und das Infotainmentsystem ergonomisch um den Fahrer herum angeordnet. Die Mittelkonsole und das eigenständige Kombiinstrument scheinen fast zu schweben. Helle Farben im oberen Teil des Cockpits und allmählich dunklere Farben auf dem Boden erzeugen einen Eindruck von größerer Breite. Vom Rennsport inspirierte Sportsitze in beiden Sitzreihen sorgen für optimale Seitenstütze, auch wenn Sie in Kurven schnell fahren.

Sowohl der Bildschirm des Zentralinstruments als auch der Touchscreen oberhalb der Mittelkonsole sind in Black Panel Optik ausgeführt. Sie unterstreichen die großflächige, ruhige Gestaltung des Innenraums mit seiner vorwiegend horizontalen Grundarchitektur. In Funktion lassen sich die Monitore je nach Wunsch des Fahrers in verschiedenen Layouts belegen: für virtuelle Rundinstrumente, übersichtliche Navigationskarten mit Informationen zur Reichweite...

      Der e-Sound des Audi e-tron GT

Ob Qualität, Design oder technische Eigenschaften - der Audi e-tron GT ist ein Auto, in dem die ganze Leidenschaft von Audi steckt. Das gilt auch für den Klang des elektrisch angetriebenen Gran Turismo. Die Ingenieure Rudolf Halbmeir und Stephan Gsell haben den progressiven elektronischen Sound konzipiert und designt - am Rechner, im Soundlabor, im fahrenden Auto und in Kundenstudien.

Wie jedes Elektroauto bringt der e-tron GT das gesetzlich erforderliche Akustische Fahrzeug-Warnsystem (AVAS) mit, es ist jedoch in ein breiteres akustisches Spektrum eingebettet. Ein Lautsprecher in der Fahrzeugfront strahlt den AVAS-Klang ab. Wenn der Kunde das optionale Soundpaket bestellt, kommt ein zweiter, großer Lautsprecher im Heck dazu. Parallel dazu sorgen zwei Lautsprecher im Innenraum für ein emotionales Klangerlebnis. Der e-tron GT-Sound wird von zwei Steuergeräten permanent neu abgemischt, abhängig von Größen wie Geschwindigkeit oder Fahrpedalstellung. Über das System Audi drive select kann der Fahrer einstellen, ob und wie intensiv er ihn hören will.

                                     Beeindruckend: Leistung und Reichweite

Das Elektroauto hat eine Systemleistung von beeindruckenden 434 Kilowatt (590 PS) und wird von permanent magnetisierten Synchronmotoren an Vorder- und Hinterachse angetrieben. Die Kräfte werden mit quattro Allradantrieb auf die Straße übertragen. Audi e-tron GT concept ein echter quattro. Ein E-quattro genaugenommen, denn es gibt keine mechanische Verbindung zwischen Vorder- und Hinterachse. Die elektronische Systemsteuerung koordiniert den Antrieb zwischen den Achsen sowie zwischen linken und rechten Rädern. Das bedeutet: optimale Traktion und nur das erwünschte Maß an Schlupf.

Künftig wird eine Beschleunigung in rund 3,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h und in kaum mehr als 12 Sekunden auf 200 km/h möglich sein. Die Höchstgeschwindigkeit wird bei 240 km/h zugunsten der Reichweite abgeregelt. Keine Selbstverständlichkeit im Wettbewerb ist die Möglichkeit, auch mehrmals nacheinander das Sprintvermögen des Antriebs voll auszukosten.

Die Reichweite des Konzeptfahrzeugs wird, nach dem neuen WLTP-Standard ermittelt, mehr als 400 Kilometer betragen. Die Antriebsenergie dafür stellt eine Lithium-Ionen-Batterie mit einem Energieinhalt von mehr als 90 kWh bereit, die flach bauend den gesamten Unterbodenbereich zwischen Vorder- und Hinterachse einnimmt. Entscheidender Vorteil dieser Bauweise ist der extrem niedrige Schwerpunkt des Autos - vergleichbar mit dem des Audi R8 - von dem wiederum die Fahrdynamik entscheidend profitiert. Eine Allradlenkung setzt diese um in eine perfekte Synthese aus Sportwagen-gemäßer Agilität und Präzision, ergänzt um höchste Richtungsstabilität.

Schneller laden

Das Rekuperationssystem trägt bei Audi E-Mobilen bis zu 30 Prozent zur Reichweite bei. Die Rekuperation bezieht sowohl die beiden E-Maschinen als auch das elektrohydraulisch integrierte Bremsregelsystem mit ein. Dabei werden verschiedene Rekuperationsarten kombiniert: die manuelle Schubrekuperation per Schaltwippen, die automatische Schubrekuperation über den prädiktiven Effizienzassistenten und die Bremsrekuperation mit fließendem Übergang zwischen elektrischem und hydraulischem Verzögern. Bis 0,3 g rekuperiert der Audi e-tron GT concept ohne Einsatz der konventionellen Bremse ausschließlich über die E-Maschinen - dies ist bei mehr als 90 Prozent aller Verzögerungen der Fall. Damit werden praktisch alle normalen Bremsmanöver energetisch in die Batterie zurückgespeist. Erst wenn der Fahrer mit dem Bremspedal stärker als 0,3 g verzögert, kommen die Radbremsen ins Spiel. Beim Audi e-tron GT concept gibt es leistungsfähige Keramikscheiben, die auch bei mehrfachen extremen Verzögerungen ohne Nachlassen der Bremsleistung operieren.

Schnelleres Laden mit 800-Volt-Ladesystem Der Akku im Audi e-tron GT concept kann während des normalen Ladevorgangs (AC) zu Hause mit einem 11-kW-Bordladegerät problemlos über Nacht aufgeladen werden. Das Aufladen mit einem Schnellladegerät wird dank des 800-Volt-Ladesystems des Fahrzeugs erheblich schneller. Das Aufladen des Akkus auf 80 Prozent dauert somit etwa 20 Minuten, was eine Reichweite (WLTP) von über 320 Kilometern ergibt. Der e-tron GT concept lässt sich auch an Ladesäulen mit geringerem Spannungsniveau aufladen und erlaubt seinem Fahrer damit Zugang zum gesamten Ladenetz.

* Hinweis: Beachten Sie, dass alle angeführten Daten und Bilder das Concept Car und nicht das Serienmodell betreffen. Die Unterschiede zwischen dem Concept Car und dem serienreifen Modell wurden noch nicht bekannt gegeben, werden aber aktualisiert, sobald diese Informationen verfügbar sind. Angaben zu Preis, Serienausstattung und Verbrauch des Serienmodells Audi e-tron GT stehen erst zum Verkaufsstart fest.